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Hochkomplexe 3D-Gewebe für Faserverbundwerkstoffe

Ob Fahrzeugbau, Raumfahrt oder Architektur: Dem Leichtbau gehört die Zukunft. Wissenschaftler arbeiten intensiv daran, die Faserverbundwerkstoffe mit den nötigen Eigenschaften zu versehen, die es für die Verarbeitung braucht. Ein Beispiel: An der TU Dresden wurde eine neue Bandwebtechnik entwickelt, die Carbongarne wesentlich schädigungsarmer verarbeitet als bisherige Verfahren

Ziel ist es, hochkomplexe 3D-Gewebe für Faserverbundwerkstoffe zu ermöglichen. Die Wissenschaftler des Instituts für Textilmaschinen und textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) haben in Zusammenarbeit mit Mageba, einem Maschinenbau-Unternehmen, rohrförmig gewebte 3D-Strukturen erarbeitet. Sie sollen etwa in Eckverbindern von Leichtbaurahmen, zum Beispiel in Fahrzeug- oder Fahrradrahmen, in Sportgeräten, Roboterwerkzeugrahmen oder in der Architektur zum Einsatz kommen.

Mehr Infos gibt es bei Maschinenmarkt Vogel.

Non Roll-Harz: Schneller und effizienter – ohne Entlüftung

Das gefüllte Faserspritzharz FSP-NR 1670, entwickelt vom französischen Hersteller Euromere Specialty Composites, ermöglicht eine deutlich höhere Produktionsgeschwindigkeit bei gleichzeitig erheblich niedrigerem Personalaufwand. Grund: Das Laminat muss nicht entlüftet werden.

Das Polyesterharzprodukt wurde für die Anwendung auf ebenen Formflächen entwickelt. Es kann etwa für Hinterfütterungen von Badewannen und Duschwannen eingesetzt werden, ebenso für Kälberställe und alle großflächigen nicht-strukturellen Bauteile.

FSP-NR 1670 verfügt über eine Dichte von etwa 1,4 kg/dm³ (gemessen bei 20 °C), die Viskosität liegt bei 25.000 mPas und damit deutlich höher als bei üblichen Faserspritzharzen).

Voraussetzungen für den Einsatz ist eine ausgesprochen leistungsstarke Faserspritzanlage. In Standardanlagen muss eine Beschickungspumpe vor der Anlage installiert werden. Mit einer Harzheizung kann die Viskosität des Harzes reduziert werden. Das Schneidwerk ist auf die Faserlänge von sechs bis acht …

Anwendertreff Leichtbau in Würzburg: Vorträge und Foren

In Würzburg findet am 30. und 31. Mai der 2. Anwendertreff Leichtbau statt. Auf die Teilnehmer warten spannende Vorträge, Praxisforen, Diskussionen mit Experten und Kollegen und eine Ausstellung.

Das zweitägige Forum richtet sich speziell an Produktentwickler und Konstrukteure im Maschinen-, Anlagen-, Geräte- und Fahrzeugbau, deren Aufgabe es ist, das Gewicht von Bauteilen zu reduzieren, damit nicht nur Energie und Material eingespart sondern auch Kosten gesenkt werden können.

In zehn Vorträgen informieren namhafte Referenten über die neusten Entwicklungen und zeigen Best-Practice-Beispiele auf.

Als Schwerpunkte werden die Themen Werkstoffauswahl, Verbundwerkstoffe, Strukturoptimierung und Additive Fertigung behandelt.

Eine Auswahl der Vorträge und Referenten:
Leichtbau durch geeignete Materialauswahl, ein Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Jochen Dörr, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Experte für Produktentwicklung und Leichtbau: Vergleichende Vorstellung häufig eingesetzter metallischen Werksto…

4. Technologietag Hybrider Leichtbau: Networking und Wissensaustausch in Stuttgart

Leichtbaugipfel 2017: Aus anderen Branchen lernen

Was kann der Serienautomobilbau vom Radsport, der Luft- und Raumfahrt und der Papierindustrie lernen? Antworten zum Thema Diversifikation gab es bei einer Session zum Thema „Leichtbau als Innovationstreiber – am Beispiel der Prozesstechnik xFK in 3D“, im Rahmen des Leichtbau-Gipfels 2017 in Würzburg.

An praktischen Beispielen aus verschiedenen Branchen wurde gezeigt, wie weit die Leichtbautechnik schon vorangeschritten ist. Energieeinsparung durch weniger Gewicht: Aus eigenen Erfahrungen in diesem Bereich konnte Pierre Bischoff, Vorjahresgewinner des ultralangen Radrennens "Race Across America" berichten. Er brachte einen Carbon-Flaschenhalter mit nur 9 Gramm Gewicht statt mindestens 13g mit, zeigte eine Sattelschelle mit 5g statt 9g und ein Carbon-Kettenblatt mit 34g statt 110g – alle Teile produziert im xFK-in-3D-Verfahren.

Über die Chancen und Herausforderungen des Leichtbaus in der Papierindustrie referierte Harald Gruber, Leiter Business Line Machinery der Voith Composi…

Kohlefaser: Das müssen Sie wissen

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Gewebe, UD-Gelege, multiaxiale Gelege, Eckverstärkungen, Gewebebänder, Roving, UD-Schläuche und mehr: Das Angebot von Lange+Ritter im Bereich Kohlefaser ist vielseitig und spiegelt die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten der extrem zugfesten und steifen Faser. Für den Leichtbau sind Faserverstärkungen aus Kohlefaser ein idealer Werkstoff. Wir stellen ihn vor:

Eigenschaften
Kohlefasern zeichnen sich durch hohe Zugfestigkeit und Steifigkeit bei gleichzeitig niedriger Dichte aus und sind daher die idealen Verstärkungsfasern für Leichtbauanwendungen. Gegenüber Glasfaser hat Standard-Kohlefaser (HT-Faser) eine doppelt so hohe spezifische Zugfestigkeit und einen etwa 4 mal höheren spezifischen E-Modul. Die Dauerfestigkeit bei dynamischer Belastung ist hervorragend. Aufgrund der leicht negativen Wärmeausdehnung lassen sich Bauteile herstellen, die sich unter Wärme nur gering oder gar nicht verformen. Kohlefaser ist elektrisch leitfähig.
Herstellung Kohlefasern (engl: carbon fibre) bestehen aus r…

VDI Kongress "Kunststoffe im Automobil 2017"

Neue Lösungen für den Leichtbau und innovative Ideen für das Autodesign von morgen zeigten die Aussteller beim VDI Kongress "Kunststoffe im Automobil 2017".

In Mannheim wurden zum Beispiel großflächige Strukturbauteile gezeigt, die sich mit Hilfe endlosfaserverstärkter thermoplastischer Verbundhalbzeuge besonders dünn und dadurch leicht konstruieren lassen. So kann das Gewicht von Bauteilen um die Hälfte reduziert werden. Außerdem lässt sich die Montage vereinfachen.

Ebenfalls gezeigt wurden wärmeleitfähige Compounds, die es ermöglichen, bei der Wärmeleitung im Kunststoff (also bei LEDs und elektronischen Bauteilen) auf Metall zu verzichten. Der Hersteller Barlog Plastics ermöglicht es mit seinen Compounds, die benötigten Gehäuse im Spritzgussverfahren herzustellen.
Weitere Messe-Neuheiten finden Sie im Beitrag der k-zeitung.