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Composites-Boom - auch in den USA

Die Experten von k-zeitung.de berichten heute  von rosigen Aussichten für die Composites-Industrie in den USA: Bis 2016 soll der Markt jährlich um knapp 15 Prozent wachsen. Grundlage für die Annahme ist die Studie "US High Performance Composites Demand by Market" von Freedonia. Vorbei ist damit wohl die Zeit, als durch die Flaute bei Luft- und Raumfahrt die Umsätze stagnierten. Als Wachstumstreiber werden allerdings andere Bereiche gesehen: zivile Luftfahrt, Windkraft und Druckbehälter. Größter Abnehmer bleibt die Luft- und Raumfahrt-Branche. Das Passagierflugzeug Boeing 787 Dreamliner kommt mit einem Composites-Anteil von 50% auf den Markt. Im Bereich Windenergie werden insbesondere carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) eingesetzt. Die CFK nehmen mit etwa 84% den größten Anteil unter den in den USA verwendeten Composites ein.

CSM für Großserienfertigung

Bald kommt sie wieder auf uns zu, die sommerliche Ferienzeit. Wer dann mit seiner Familie in den Urlaub fährt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit mit modernen Compositewerkstoffen in Berührung kommen: nämlich beim Einladen des Gepäcks in den Kofferraum. Das Zauberwort hierfür klingt komplizierter, als das Prinzip der Herstellung letzten Endes ist: „Polyurethan Composite Spray Moulding“, oder kurz PUR-CSM. Bei diesem Verfahren werden die einzelnen Komponenten, die für die Sandwichkonstruktion verwendet werden, mittels Polyurethan fixiert.  Dieses Material zeichnet sich durch eine schnelle chemische Verbindungsfähigkeit aus. In gerade mal 45 bis 90 Sekunden reagiert das Polyurethan und verbindet so die obere und untere Schicht aus Glasfaservlies mit den aus Papier bestehenden Waben im Kern des Composite-Sandwiches.  Diese schnelle chemische Reaktion ist einer der Gründe, warum das PUR-CSM einen Meilenstein in Richtung Großserienfertigung von Verbundstoffen bedeutet, ...

COMPOSITES EUROPE 2012: Lange+Ritter in Düsseldorf

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Vom 9. bis 11. Oktober findet die wichtigste Fachmesse für Faserverbundwerkstoffe statt - die COMPOSITES EUROPE. Das Team von Lange+Ritter reist 2012 erstmals nach Düsseldorf, um am Messestand und in der Demonstration Area sein Know-how zu demonstrieren. Zur Europäischen Fachmesse für Verbundwerkstoffe werden über 1.300 Aussteller aus über 50 Ländern erwartet. Die COMPOSITES EUROPE geht ins siebte Jahr, sie profitiert von der wachsenden Bedeutung, die Kunststoffe auch in der Serienfertigung erhalten, etwa in der Automobil- oder Luftfahrt-Produktion. 2012 steht nach Angaben der Messeleitung das Thema "Automatisierte Fertigung" im Mittelpunkt. Zum Auftakt werden zur Tagung der AVK - Industrievereinigung faserverstärkte Kunststoffe - über 400 Teilnehmer erwartet. Thema sind neben der Serienfertigung auch Innovationen im Bereich der Faserverbundwerkstoffe sowie der GFK- und CFK-Markt. Einen Besuch lohnen sicher die Gemeinschaftsstände der Kompetenznetzwerke CFK Valley St...

Faserverbundwerkstoffe werden fit für die Großserie

Das ist es, worauf die Autoindustrie wartet: Auf dem VDI-Wissensforum „Composites effizient verarbeiten“ in Bremen zeichneten Experten die rosige Zukunft der Verarbeitung von Composites in hohen Stückzahlen - etwa bei der Autoserienfertigung. Das VDI-Wissensforum in Bremen stand ganz im Zeichen der Großserie. Dr. Markus Lang, Geschäftsführer der Voith Composites GmbH & Co. KG, berichtete vom CFK-Einsatz bei der Herstellung von Papierwalzen und rückte die Frage nach der Profitabilität in den Mittelpunkt seines Vortrags. Möglich sei vieles, so Lang, aber Potenzial gebe es vor allem im Automotive-Bereich.  Zweistellige Wachstumsraten bis 2020, das sind Aussichten, die die 90 Kongressteilnehmer gerne zur Kenntnis nahmen. Auch bei der Serienherstellung von Carbon-Sandwichstrukturen gibt es Fortschritte, so etwa Karl-Heinz Semlitsch von Secar Technologies. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung waren die thermoplastischen Verbundwerkstoffe. Dazu äußerte sich  Raffaele ...

CFK ideal für E-Fahrzeuge

2,5 kg sind nicht die Welt, besonders nicht im Fahrzeugbau – sollte man denken. Im Fall der neuen Radfelge aus Carbonfaserverstärktem Kunststoff könnte  dieses Gewicht jedoch Vorbote eines Trends sein, der die Zukunft des Automobils stark beeinflussen wird.  Im Klartext: Das Karlsruher Institut für Technologie (in Anlehnung auf die US-Eliteuni MIT auch „KIT“ genannt) hat mit Hilfe des Hightechmaterials eine Autofelge hergestellt, die  nur 1,5 kg auf die Waage bringt. Damit wiegt sie 2,5 kg weniger als herkömmliche Felgen aus Aluminium. Gefertigt wird die Extremleichtbaufelge im sogenannten Vacuum Assisted Resin-Transfer Moulding-Verfahren (VA-RTM). Und das dürfte mittel- und langfristig von besonderem Interesse für die Hersteller von umweltfreundlichen Elektrofahrzeugen sein. Denn eines der großen Probleme, vor denen die Automobilindustrie bei E-Fahrzeugen stehen, ist das hohe Gewicht der bisherigen Speichermedien für die notwendige elektrische Energie. D...

Wood-Plastic-Composites - Das bessere Holz

Deutschland erlebt gerade einen Vorgeschmack auf den Sommer. Temperaturen um die 25 Grad laden zum Grillen ein. In solchen Momenten lohnt sich eine Terasse. Doch aus welchem Material? Ein Klassiker ist immer noch Holz, und das nicht ohne Grund: Es sieht gut aus und ist ökologisch sinnvoll. Aber Holz hat auch Nachteile, etwa die Gefahr sich beim Barfusslaufen einen Spreissel zu holen oder die Anfälligkeit gegenüber der Witterung. Darauf könnte die Antwort gefunden sein. Das Zauberwort lautet Wood-Plastic-Composites (WPC). Dieser Verbundsstoff kombiniert die besten Eigenschaften von Holz und Kunststoff. Dr. Andreas Schütte, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. erklärt: “Da der Werkstoff mit Standardkunststoff-Verarbeitungsverfahren bearbeitet und gestaltet werden kann, ist eine freie dreidimensionale Formbarkeit möglich. Gegenüber herkömmlichen Kunststoffen“, so Dr. Andreas Schütte weiter, „zeichnen sich die Wood-Plastic-Composites durch eine höhere St...

Kunststoffe im Flugzeugbau: Vor- und Nachteile

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Wenn von möglichen Verwendungszwecken für faserverstärkte Kunststoffe (FVK) die Rede ist, dauert es meist nicht lange, bis das Gespräch auf die Luft- und Raumfahrtindustrie kommt. In der Tat scheinen die Eigenschaften des Materials wie geschaffen für die Anforderungen beim Flugzeugbau: extreme Stabilität und geringes Gewicht. Doch warum bestehen die meisten kommerziellen Flugzeuge noch immer aus Metall anstatt aus den neuen Kunststoffen? Hier eine kurze Übersicht der Vor- und Nachteile, die faserverstärkte Kunststoffe gegenüber Metallen wie Aluminium oder Titan bieten. Weniger Ermüdung - bei Flugzeug und Passagieren FVK haben die Eigenschaft, starrer zu sein als etwa Aluminium. Ein aus FVK gebauter Flugzeugrumpf ermöglicht so einen höheren Luftdruck in der Kabine, also ähnlich wie am Erdboden. Das, so zeigen Studien, führt dazu, dass Passagiere und Crew sich weniger erschöpft und müde fühlen. Auch der lästige Druck auf den Ohren würde wegfallen. Außerdem könnten durch ...